Vom Korallenriff in die Tiefsee hinab!


im Rahmen von

Kulturrucksack 2018


Abschlusspräsentation am 29. März 2018 im
Künstlerforum Bonn


In diesem Workshop erarbeiten die Tänzerin und Choreografin Bärbel Stenzenberger und die Bildende Künstlerin Lieve Vanderschaeve ein Tanzstück in einem selbstgebauten Bühnenbild. An drei Tagen in den Osterferien entwickeln sie mit einer Gruppe von bis zu zehn WorkshopteilnehmerInnen im Alter von 10 bis 14 Jahren ihre Unterwasserwelt.



Der Kurs wird im Künstlerforum Bonn stattfinden und jeweils vier Stunden pro Tag angesetzt. Am letzten Workshoptag präsentieren sie das Ergebnis in Form einer Theateraufführung und laden hierfür Eltern, Verwandte und Freunde der Jugendlichen ein - nicht, ohne zuvor in einer Generalprobe dem Tanztheater "den letzten Schliff" zu geben. Die Räumlichkeiten des Künstlerforums stehen frei zur Verfügung, somit kann die Gruppe einen geeigneten Ort für die Entstehung finden, der sich pro Workshoptag nach und nach in den Performanceraum verwandelt.



Für die Tanzszenerie bauen sie aus Holzstäben, Steckverbindungen und Stoffecken eine bewohnbare Unterwasserkapsel und stellen sich vor, damit in die unerforschte Tiefsee zu sinken; in eine dunkle Welt voller bunter, bizarrer Wasserwesen. Quallen, Fische, Plankton, Korallen und Kreaturen der Tiefsee werden mit Aquarell-Wasserfarben auf Papier gemalt. Diese werden mit Hilfe eines speziellen Computerprogramms als Videoprojektion auf die Elemente des Bühnenbildes projiziert. Das Programm der Videomapping-Technik wird auf mehreren Rechnern zur Verfügung gestellt.



Das tänzerische Bewegungsmaterial wird aus den Eigenheiten der Tiefseebewohner entstehen. Einige Unterwasserbewohner haben besondere Strategien entwickelt, um z.B. in der Kälte des Wassers zu überleben. Sie haben sich in ihrer äußeren Gestalt verformt. Außergewöhnliche, ganz eigensinnige Körperteile eigneten sich die Wesen über Millionen von Jahren an. Ausformungen wie zu große Mäuler, Leuchtorgane und skurille Fortbewegungsarten sollen zu extremen Bewegungen und Verschränkungen inspirieren, die im Gruppentanz und in Soli zusammengefügt werden.



Kaum ein Ort ist so wenig erforscht wie die Tiefsee. Somit ist sie ein Raum für Interpretationen und Fantasien, der noch nicht mit Erklärungen besetzt ist.